Yěshēng (野生) bedeutet „wild gewachsen”. Diese Bäume hat niemand gepflanzt — sie wuchsen von selbst in den Bergwäldern Yunnans. Manche erreichen Stammumfänge von über einem Meter und ein Alter von mehreren hundert Jahren.
Geschmacklich unterscheidet sich Yěshēng-Tee deutlich von kultiviertem Pu-Erh: Er schmeckt oft kräutrig, bitter und ungewohnt. Nicht jede wildwachsende Art eignet sich zum Trinken — einige enthalten zu viele Bitterstoffe oder sogar leicht toxische Verbindungen. Wer Yěshēng kauft, sollte dem Anbieter vertrauen und den Tee als Erfahrung jenseits des klassischen Shēng- oder Shóu-Spektrums betrachten.