Über die Chá Mǎ Gǔ Dào (茶马古道) transportierten Karawanen gepressten Tee aus Yunnan nach Tibet, wo man ihn gegen Pferde tauschte. Die Routen durchquerten einige der unwegsamsten Gebirge der Welt — vom subtropischen Xishuangbanna bis auf die tibetische Hochebene.
Die wochenlange Reise durch Hitze, Regen und Kälte veränderte den Tee. Er fermentierte unterwegs — und die Tibeter lernten, diesen gereiften Geschmack zu schätzen. Manche Historiker sehen darin den Ursprung der Vorliebe für gealterten Pu-Erh. Die Route prägte den Teehandel über mehr als tausend Jahre.